Donnerstag, 2. Oktober 2014

Mit negativem Feedback als Trainer + E-Trainer umgehen - Resümee + weitere Schritte (2)

Vergangene Woche haben wir uns mit der "ersten Schrecksekunde" und der Analyse eines erhaltenen "negativen" Feedbacks beschäftigt. Nach dem tiefen "Durchatmen" habe ich dann verschiedenste Punkte zur genauen Analyse des Feedbacks vorgestellt.

Diese Punkte helfen meist eine etwas sachlichere Ebene einnehmen zu können.

Jedoch ganz klar - wir als E-Trainer/Trainer sollten uns nicht gleich ins "Boxhorn" jagen lassen, aber doch bereit sein das Körnchen Wahrheit zu finden, welches uns in unserer Entwicklung und Professionalität weiter bringt.

Daher steht nach der Analyse die Zusammenfassung, also das Resümee.


Was steht unter dem Strich? Sprich, was ist die Zusammenfassung der Analyse, die aus der Kritik/dem negativen Feedback gezogen werden kann?

Hilfreich ist es hier auch oft aus der eigenen Perspektive noch einmal zusammen zu fassen:
  • Eigener Eindruck zum "betroffenen" Webinar/Seminar?
  • Besondere Auffälligkeiten?
  • Wichtige Punkte im Vorfeld?
  • Bemerkenswertes?
  • Sonstige Anmerkungen
Nun liegen also zwei Analysen/Einschätzungen vor:
  • Passen diese zusammen?
  • Wie?
  • Wo passen diese nicht?
  • War die Kritik berechtigt? Aus wessen Sicht?
Und vor allem: Welchen Einfluss konnte der Trainer auf die "kritisierten" Punkte tatsächlich nehmen?

Gerade diese Frage, mit allen Fassetten wird gerne vergessen:
Hätte der E-Trainer/Trainer überhaupt etwas tun/unternehmen können?

Genau darum geht es bei der Überlegung und Formulierung der weiteren Schritte:
  • Sofern die Kritik berechtigt und nachvollziehbar war - hatte der E-Trainer/Trainer Einfluss auf die angemerkten Punkte?
  • Sofern ja - wäre eine Veränderung/Anpassung möglich?
  • Und wieder, sofern ja - sind Veränderungen/Anpassungen mit angemessenem Aufwand machbar?
  • Und erneut, sofern ja - wie ist diese Veränderung/Anpassung machbar (ggf. in Teilschritten)?
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Wie also nun vorgehen:
  1. Analysieren Sie zunächst kritisch das erhaltene Feedback
  2. Prüfen Sie Ihre eigenen Erinnerungen an die betroffene Situation
  3. Klären Sie, inwieweit Sie tatsächlich einen Einfluss haben/hatten/hätten
  4. Überlegen Sie sich ggf. Unterstützung für diese Überlegungen zu suchen (z.B. durch einen Coach, Supervisior, einen Peeraustausch o.ä.)

Sofern Sie dies alles gerne als Zusammenfassung/Checkliste hätten, senden Sie mir gerne eine E-Mail.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg als E-Trainer/Trainer und im Umgang mit negativem Feedback.

Herzliche Grüße
Anja Röck

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