Montag, 26. Juni 2017

Emotionen wahrnehmen im Webinar - Tipps + Tricks (9)

Über die sehr eingeschränkte Körpersprache und das aktive Zuhören habe ich ja in der letzten Woche geschrieben.

Unterstützung für die virtuelle Kommunikation bietet nicht nur das aktive Zuhören - einen wichtigen Beitrag können auch Emoticons leisten.


Emotiocons im E-Learning


Jeder kennt und nutzt sie - die Emoticons:

Es gibt sie in den verschiedensten Farben und Formen, mit den unterschiedlichsten Gesichtsausdrücken und Hilfsmitteln (wie z.B. Tränen und Sonnenbrillen).

Und wie heißt es so schön:

"Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte."
(Sprichwort)

Und auch in der virtuellen Kommunikation kommt Emoticons eine wichtige Bedeutung zu.

Emoticons in rein textbasierten E-Learning-Szenarien


Machen wir doch in unseren geschriebenen Worten deutlich sichtbar, wenn wir etwas z.B. mit einem Schmunzeln sagen möchten ;-) oder wenn wir etwas schön: :-) oder wirklich gut finden: :-D
Auch ausdrücken lässt sich Missfallen: :-((
Oder unser Erstaunen: :-o

Emoticons - auch welche ohne bildliche Darstellung, so wie oben - geben uns also die Möglichkeit einen Teil unserer Emotionen mit unserem Text zu transportieren.
Der Leser bekommt damit etwas mehr ein Gefühl dafür, wie unsere Worte zu lesen bzw. im Kopf zu betonen sind.


Emoticons im Virtuellen Raum


Die allermeisten Virtuellen Räume stellen in der Zwischenzeit über die Teilnehmerliste auch die Darstellung von Emoticon zur Verfügung.


Beispiel Adobe Connect
Beispiel Blackboard

Beispiel Spreed

Beispiel OnSync


Und nicht nur das - bei sehr vielen virtuellen Räumen gibt es den Unterschied zwischen "festen" Emoticons und solchen, die sich nach ca. 3 Sekunden wieder selbst ausblenden.


"Feste" und "flüchtige" Emotionen



Wir möchten abstimmen und die Teilnehmer sollen dazu entweder "Zustimmen" oder "Ablehnen". Diese Emoticons bleiben stehen, und zwar so lange, bis entweder der Teilnehmer selbst oder der Trainer diesen löscht. Das ist gut so, denn wie sollte sonst "ausgezählt" werden. :-)

Andere Emoticons werden, wie oben beschrieben nach kurzer Zeit wieder automatisch ausgeblendet.
Diese sollen eher dafür genutzt werden um punktuell etwas von den Teilnehmern zu vermitteln. Z.B. jemand stimmt einer Aussage eines anderen Teilnehmers zu - und nutzt das "Applaus" Symbol oder er findet etwas witzig und nutzt das "Lachen".

Eine solche "Flüchtigkeit" der gezeigten Emotion hat Vor- und Nachteile.
Zum einen wird dadurch versucht den Mikroausdrücken bzw. den in Präsenz spontan getätigten Ausdrücken einzelner Personen Rechnung zu tragen. Zum anderen - sind diese gezeigten Äußerungen eben flüchtig.

Umso mehr besteht die Aufgabe des E-Trainers mit darin auch diese Emotionen wahrzunehmen - und auch innerhalbt der Gruppe sichtbar zu machen: "Herr X, ich sehe gerade Sie stimmen zu, möchten Sie dazu auch noch am Mikrofon etwas sagen?!" oder "Frau Z, haben Sie gesehen, Frau Y musste gerade schmunzeln bei Ihrem Beispiel - eine solche Situation scheint auch ihr bekannt zu sein..."

Fazit:
Diese kleinen Kerlchen können also sowohl in rein textbasierten E-Learning-Szenarien, als auch im virtuellen Raum einen wichtigen Beitrag zur Verdeutlichung der Kommunikation leisten.
Wichtig ist, sie wahrzunehmen und sie richtig anzuwenden.

In diesem Sinne ... wünsche ich Ihnen klares Hinschauen ;-) und das Wahrnehmen der Kleinigkeiten :-o, damit die Kommunikation in dieser Woche gut funktioniert :-) :-D

Herzliche Grüße
Anja Röck

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