Donnerstag, 25. November 2021

Vorsorge & "Erste Hilfe" gegen "Zoombombing"


Gerade durch den Aufschwung von Webinaren und virtuellen Veranstaltungen ist die Sicherheit in Bezug auf Zugangssicherheit in den vergangenen Monaten immer wieder ein schwieriges Thema. 

Gewesen?

5 Vorsorgemaßnahmen und 3 "Erste-Hilfe" Möglichkeiten 

 

Nicht-eingeladene Personen im Webinar - das betraf bei weitem nicht nur den virtuellen Raum von zoom und dem damit verbundenen neu entstandenen Wort des "zoombombings". 

Zur Einstimmung das folgende Szenario:
Sie haben eine Veranstaltung, alle eingeladenen Personen sind da und auf einmal betritt eine oder mehrere weitere Personen den virtuellen Raum, die nicht auf Ihrer Liste waren.
Und nicht nur das - bei versehentlich eingeloggten Personen genügt meist der Hinweis, welche Veranstaltung gerade läuft und dann sind solche Personen meist gleich wieder verschwunden. Auch wenn dieses Intermezzo natürlich trotzdem Zeit kostet.

Also - nicht nur dass auf einmal Personen im Raum sind, die da eigentlich nicht sein sollten, sondern diese stören auch noch. Wie extrem, ob über Bemerkungen im Textchat, anzügliche Videos oder Bilder und so weiter, sei mal dahingestellt.

Solche Störungen sind gerade für noch eher ungeübte Teilnehmende im virtuellen Raum sehr iritierend - und insbesondere dann, wenn es um einen geschützen Rahmen im Webinar geht - wirklich unerfreulich.

Fünf Punkte als Vorsorge gegen "zoombombing"

Welche Punkte könnten Sie nun vorsorglich überlegen und technisch vorbereiten, um nicht-eingeladene Personen aus Ihrer Veranstaltung raus zu halten? Also welche Vorsorgemaßnahmen könn(t)en Sie überlegen?

Ich möchte auf fünf Punkte zur Vorsorge eingehen:

  1. Generieren Sie wenn möglich einen personalisierten Link. Das ist zwar oft etwas mehr Aufwand, sorgt aber schon mal dafür, dass Sie auch hinterher nachvollziehen können, wer ist über welchen Link im Raum angekommen ist.

  2. Sollte ein personenbezogener Link nicht möglich oder zu aufwändig sein, dann sorgen Sie dafür, dass sich der Link für die Teilnehmenden je Veranstaltung ändert.
    Damit sorgen Sie dafür, dass Personen aus dem Kurs im Mai nicht auch noch automatisch im November in Ihren Kurs können.

  3. Generieren Sie, wenn möglich, ein Veranstaltungsbezogenes Passwort. Und bitte nicht 1234 - sondern ein richtiges Passwort, dass Sie auch immer wieder mal ändern.

  4. Bestehen Sie bei Ihren Teilnehmenden auf zuordnenbare Namen, bzw. den Klarnamen. Niemand muss Mickey Maus heißen - und selbst wenn der komplette Namen nicht angezeigt bzw. genannt werden soll, dann können es ja beispielsweise auch nur die Vornamen oder die Initialen sein.

  5. Schalten Sie, wenn technisch möglich, einen Vorraum bzw. eine Lobby vor Ihren Veranstaltungsraum. Die meisten virtuellen Räume bieten dies zwischenzeitlich an.

So haben Sie die Möglichkeit, nur die Teilnehmenden rein zu lassen, die Sie auch zuordnen können.

Drei "Erste-Hilfe" Möglichkeiten im Webinar

Kommen wir nun zur "Ersthilfe", wenn im Webinar bzw. Ihrer virtuellen Veranstaltung doch auf einmal Personen auftauchen, die da nicht hingehören.

Wie vorher erwähnt, reicht bei versehentlich eingeloggten Personen meist der Hinweis, welche Veranstaltung gerade läuft und dann sind solche Personen auch überwiegend gleich wieder verschwunden.
Handelt es sich jedoch um tatsächliche Störer, dann haben Sie als verantwortliche Persone in virtuellen Räumen meist folgende Möglichkeiten:

  1. Sie klicken die jeweilige Person in der Liste der Teilnehmenden an und wählen die Option "diesen Teilnehmer entfernen" - und werfen Sie die Person damit gewissermaßen hinaus.

    Schwieriger wird es, wenn die Person einfach wieder kommt und dies eben auch kann, weil Ihre Veranstaltung keine virtuelle Lobby bzw. einen Vorraum hat. Da also nochmal der Hinweis auf die Vorsorgemöglichkeiten.

  2. Tritt dies auf, dann sollten Sie prüfen, ob Sie einen solchen Vorraum gegebenenfalls auch in einer laufenden Veranstaltung noch (nachträglich) aktivieren können und dies dann eben auch tun.
    Geht eine Aktivierung der Lobby während der Veranstaltung nicht, oder ist es gegebenenfalls auch nur eine einzelne Person die stört und Sie wollen weitere reguläre Nachzügler noch reinlassen, dann prüfen Sie die "Einzelentfernung" und "Einzel-Sperrung" der Person.

  3. Einzelne virtuelle Räume bieten beispielsweise an, dass die Person, die Sie gerade angeklickt haben um sie aus der laufenden Veranstaltung zu entfernen -  sperren können.
    Dann können Störer*innen auf diese Weise und mit diesem Namen erstmal nicht mehr in die Sitzung. Wählen solche Störer*innen dann jedoch einen anderen Namen und Sie haben keine Vorsorgemaßnahmen ergriffen oder die Lobby noch nachträglich eingschaltet, werden Sie das Rauswerfen vermutlich noch eine Weile machen müssen.

Soweit zu den 5 Vorsorge-Punkten und den drei Erste-Hilfe-Möglichkeiten gegen uneingeladenen Personen und Störer*innen in virtuellen Veranstaltungen.

Die Inhalte hier gibt es auch zum Hören in meiner Podcastfolge.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihren Webinaren und sage Tschüß, bis bald, online oder in Präsenz...

Herzliche Grüße, Anja Röck

 

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