Montag, 11. Juli 2016

Weisheitszahn-Extraktion & die Implementierung von E-Learning




Unbewusste innere Grenzen und Vorbehalte mit berücksichtigen - Nähkästchengeplauder


... oder woran mich meine Weisheitszahn-Erfahrung für E-Learning Implementierungen erinnern sollte ...



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Vielleicht ist es aufgefallen - letzte Woche gab es keinen Blogbeitrag hier.
Der Grund war mein Weisheitszahn - also besser gesagt Schmerzen im Oberkiefer, sehr diffus - mal stärker, mal schwächer. Und da diese bereits das ganze Wochenende zuvor auch da waren, beschloss ich nun doch zum Zahnarzt zu gehen.

Tja - es war der Weisheitszahn und der musste dann auch möglichst gleich raus. Dazu durfte ich dann auch noch zu einem "fremden" Zahnarzt, da meiner keine kurzfristigen Termine hatte. Dies habe ich dann auch noch gleich am letzten Montag gemacht. Mit nervösem Magengrummeln ...

Und danach ... viel kühlen, Schonkost und Pause im Job - denn viel Sprechen als Online Trainerin und eine Wunde im Mund passen nicht wirklich gut zusammen.

Warum ich Ihnen meine Zahngeschichte erzähle und dies auch noch etwas mit der Implementierung von E-Learning Szenarien zu tun haben soll? Das kommt jetzt ...

* * * * * * *
E-Learning
„Zahn-Parallelen“
Ich unterstelle, dass sich einige Betriebe oder Weiterbildungsanbieter bereits immer mal wieder mit der Thematik "Einführung von E-Learning" oder "Nutzung von Online Medien" beschäftigt haben.

Also immer mal wieder - und immer mal wieder ein bisschen. Soweit, wie eben nötig und wann es gerade so reinpasste - bzw. sich die Thematik in den Vordergrund "drängelte".
Doch lieber (noch) keine Entscheidung treffen …
Wenn ich ehrlich bin, dann sagte mir mein Oberkiefer bereits seit ca. 2 Wochen, dass da etwas ist, dass meine Aufmerksamkeit erfordert und ich genauer hinschauen sollte ...

Doch auch bei Zahnschmerzen gilt … lieber mal warten, vielleicht vergeht es ja wieder …

Bei E-Learning Thematiken ist es oft so: Auf einmal (völlig ohne jede Vorwarnung ;-)) steht da die Geschäftsführung oder ein Kunde und will Angebote, die auf der Nutzung von E-Learning Szenarien beruhen und damit digitale Lernmedien einzusetzen.

Stichwort: Digitalisierung von Unternehmen. Das schreckt doch im Augenblick immer mehr auf.

Und dann ist guter Rat gefragt …
… wie bei meinem Zahn, der keine Ruhe mehr gab.

Doch was jetzt? Wie nutzt man E-Learning, wie fängt man an, woran muss man denken?

Und vielleicht auch noch die versteckte Hoffnung: Muss es wirklich sein? Gibt es nicht noch andere Möglichkeiten? Kommt man aus der "Kiste" nochmal raus?


Doch der Kunde bzw. die Geschäftsleitung will nun aber auf jeden Fall das E-Learning.
Tenor GF: "Nun machen Sie mal, kann doch nicht so schwer sein, oder?!"

Wohin nun gehen, wen fragen, sich wo Unterstützung herholen?
Also ich kam da nicht raus – aber der Zahn musste auf jeden Fall raus – nach Röntgenbild und Kaltschmerz-Test






Also wenn schon ziehen, dann am Liebsten bei „meinem“ Zahnarzt, doch der hatte keinen Termin frei …

Eine fachkompetente Person, die einem bestenfalls auch noch empfohlen wurde, kann hier beispielsweise weiterhelfen.
Einen Fachchirurgen hatte ich empfohlen bekommen, …

Die Nutzung digitaler Medien in der Personalentwicklung und in der Weiterbildung ist bei vielen Unternehmen schon Standard.

Wenn die Geschäftsführung bzw. der Kunde morgen fragt, dann ist es besser bereits heute gerüstet zu sein, denn "Rüstzeiten" sind dann schlecht machbar.
Notwendige Entwicklungszeiten für z. B. die IT-Abteilung oder Trainer sind dann nicht drin. Und erforderliche Abstimmungen z. B. mit den Personalvertretungen können ebenfalls nicht von gestern auf heute stattfinden.
… doch überlegte ich den Anruf und die Terminvereinbarung auf den nächsten Tag zu verschieben … das bisschen mehr an Zeit …
Zahnschmerzen sind echt nicht lustig. Eine Kostprobe bekam ich gleich nachdem ich zu Hause etwas getrunken hatte. Also doch besser gleich anrufen und nach einem Termin fragen.
Das Terminangebot am gleichen Abend sprengte dann zwar meinen Terminkalender, doch wie heißt es „was mut, dat mut…“
E-Learning Szenarien einzuführen sollte wohlbedacht und vor allem geplant werden.


Anteilig sind hier nicht unerhebliche Eingriffe in Tagesabläufe und möglicherweise sogar ein größerer Change-Prozess im Unternehmen in Gang zu setzen.
In der Fachklinik bekam ich dann gesagt, dass das Ziehen des Zahnes eines, die Nachwirkungen und die richtige Nach-behandlung etwas Anderes seien.
Sprich: Ruhe (also möglichst 1-2 Tage nicht arbeiten), Kühlen, vorsichtig essen (Schonkost), usw.
Na – hätte ich das vorher gewusst, hätte ich den Anruf ggf. doch noch mal verschoben und geplant – doch nun war ich schon mal da …
Entsprechende zeitliche und personelle Ressourcen zu überlegen ist daher wichtig.

Wer, muss wann informiert und mit einbezogen werden? Welche Dinge müssen vorbereitet sein? Welche anderen Projekte müssen auf diesen Ablauf hin angepasst werden?
Die erste Nacht war sehr ungemütlich, hoch schlafen, damit die Wunde nicht gestaut wird … möglichst die ganze Zeit kühlen, wenn notwendig ein Schmerzmittel …

Und was sollte ich nun essen? Es wäre besser gewesen vorher noch Bananen und Apfelmus einzukaufen…

Hilfreich ist oft mit einem Pilotprojekt zu starten.

Im „kleinen“ Rahmen zu testen und auszuprobieren.


Notwendige Fragen zu stellen und auch die Zeit haben diese stellen zu können.

Prozesse zu klären, Abläufe zu optimieren, Entscheidungswege zu erforschen und möglichst alles zu dokumentieren.

Ich überlegte was bei meiner letzten Weisheitszahnentfernung wichtig gewesen war. Doch leider … viel zu lange her … ich hatte keine Idee mehr, was wichtig und notwendig gewesen war.

Unsicherheit bestand bei mir z. B. darin wann ich wieder „meine Tasse Kaffee am Morgen“ trinken darf, was ich ab wann wieder essen, wann darf ich Zähne putzen, wann ich mit dem Kühlen aufhören konnte …
Ein Glück – ein Telefonat mit meinem Zahnarzt brachte mich weiter.
Der Pilot ist auch hilfreich um Prozesse gegebenenfalls nochmals anzupassen und „vorsichtig“ erste Routinen einzuführen.





Ein „Stocken“ im Prozess ist nach dem Piloten auch bei vielen Unternehmen festzustellen. Nach dem Motto „Jetzt haben wir doch mal was gemacht – nun warten wir erstmal ab!“

Auch meine Zahnlücke und ich sind nun auf dem Weg der Besserung J
Wir haben Routine drin, dass der Kaffee wieder erlaubt ist, danach aber noch die antiseptische Lösung zum Mund-spülen dran ist.


Bleibt zu hoffen, dass die anderen Weisheitszähne noch möglichst lange Ruhe geben!!!

Abwarten – was bei Zahnschmerzen durchaus Sinn macht, sollte nicht für die weiteren Schritte bei E-Learning gelten!

 


Vielleicht ist es ja ein bisschen weit hergeholt eine Weisheitszahn-Extraktion mit der Implementierung von E-Learning Szenarien zu vergleichen – doch irgendwie kamen mir so manche Parallelen in den Sinn …

Ich wünsche Ihnen eine gute und schmerzfreie Woche!  :-)

Herzliche Grüße
Anja Röck

Artikel zum Download:
http://www.arise-coaching.de/blogbeitrag-11-07-2016/view/form
 

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