Montag, 6. Juni 2016

Ein schlechter Präsenz-Trainer = auch ein schlechter Online Trainer!

Ist ein schlechter Präsenztrainer immer (!) und in jedem Fall (!) auch ein schlechter Online-Trainer?!

Kann ein schlechter Präsenztrainer niemals (!) zu einem guten E-Trainer werden?!


Diesen Fragestellungen ging meine erste Blogparade nach.

[Artikel als pdf zum Download]

Zunächst einmal vielen Dank an die drei Beiträge, welche sich mit beteiligt haben...

Da war zunächst Christian Pirker. Und auch wenn sein Beitrag "Kann Tutoring die Qualität von eLearning verbessern?" nicht ganz die Fragestellung trifft und auch schon von 2013 ist, ist doch folgende Aussage übertragbar und auch heute noch gültig: "In hunderten von Lerneinheiten, Onlinekursen und Onlinelehrgängen hat es sich gezeigt, dass richtiges Tutoring die Qualität von eLearning entscheidend verbessern kann!"
Vielen Dank für diese Einschätzung und Reaktion.

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Zamyat M. Klein geht hier - und so kenne ich sie auch - ganz tief in Einzelheiten und Details. Zunächst "haderte" sie etwas mit meiner/n Fragestellung/en, doch dann fand sie ihren Weg und entschied sich für eine - für sie wesentliche Fragestellung, nämlich: "Ist ein guter Präsenz-Trainer automatisch auch ein guter Online-Trainer?" Mit verschiedenen Beispielen und Stichworten macht sie dann deutlich, warum "ein Online-Trainer noch mehr lernen muss" und welche "neuen Kompetenzen gefragt sind", damit ein Online-Trainer kompetent arbeitet - und: bei und mit seinen Teilnehmern ankommt.

Ein wichtiges Resümee, welches sie noch zieht lautet: "Spiele, Konzentrationsübungen, ja sogar Bewegung... sind ... online fast noch wichtiger als bei Präsenzseminaren. Es ist ermüdend und für den Körper alles andere als gesund und angenehm, den ganzen Tag still vor dem PC zu hocken. Da sind kurze Unterbrechungen, die die Konzentration fördern, womöglich auch für gute Stimmung und Lachen in der Gruppe sorgen, enorm wichtig. Und auch einmal aufstehen und sich dehnen fördert die Durchblutung im Gehirn und damit das Denken!"

Und noch der Hinweis: "Das Entscheidende – ob Online- oder Präsenz-Trainer ist in meinen Augen, dass es Ihnen Spaß macht! Wenn Sie merken, dass Ihnen Online-Seminare Spaß machen (was ich bei mir nie vermutet hätte!!), dann lernen Sie auch die Technik und die Tools zu bewältigen."

Vielen Dank Zamyat für die erfrischenden Ausflüge in Spiele und Bewegung.

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Die Reaktion von Sabine Maennel geht das Ganze nochmal ganz anders - nämlich wissenschaftlich und mathematisch. Als Mathematikerin wollte sie eine These aufstellen und dann in die Beweisführung eintreten.

Gestartet ist sie dabei bei ihrer Intuition und ihren Erfahrungen - sowohl online als auch Präsenz. Und da sie selbst konkrete Erfahrungen hat, was ihr selbst in Präsenz Schwierigkeiten bereitet und womit sie online besser klar kommt, kam für sie eine konkrete These dabei heraus, nämlich: "Schlechte Präsenztrainer, können gute Onlinetrainer sein."

Diese These verfolgte sie nun in ihrem Beweis, der in sich so gut beschrieben ist, dass ich Sie bitte ihn komplett zu lesen.

Insgesamt fand ich diese Herangehensweise: nachvollziehbar und gut beschrieben - doch eben auch sehr spannend und vor allem überraschend.
Dieser Beitrag war für mich der eindrücklichste - und daher geht meine Einladung an Frau Maennel am e-Trainer-Kongress 2017 kostenfrei dabei zu sein.

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Welches Resümee ist nun zu ziehen?


Ist ein schlechter Präsenztrainer immer (!) und in jedem Fall (!) auch ein schlechter Online-Trainer?!
Nein, denn ich denke es kommt darauf an ...
Und zwar auf vieles und wieder anderes und auf die Person selbst und die Rahmenbedingungen und ...


Kann ein schlechter Präsenztrainer niemals (!) zu einem guten E-Trainer werden?!
Ja, und auch hier kommt es wieder darauf an ... woran es liegt, am Trainer, an den Rahmenbedingungen ... und ...

Lesen Sie gerne noch einmal alle Beiträge der Beteiligten und hinterlassen Sie doch auch noch Ihre Meinung zur Fragestellung.

Nun wünsche ich uns allen eine gute Woche, mit guten (E)-Trainern und guten Online- und Präsenzveranstaltungen.

Herzliche Grüße
Anja Röck


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