Mittwoch, 25. Oktober 2017

Offline & Online - die Grenzen verschwimmen

Wie soll das gehen mit dem Ausgleich wenn Grenzen verschwimmen oder sich ganz auflösen?

Kriegen wir zukünftig gar nicht mehr mit, wann es vielleicht auch mal Zeit für offline wäre?

Und sind wir Menschen überhaupt dafür geschaffen immer online zu sein?

Offline & Online - mein Überlegungen zu dieser Perspektive zum O bei der Blogparade "E-Learning A B C".



Internet grenzenlos


Petri Kokko schrieb im September 2015 "Googles Chairman Eric Schmidt [sagte] auf dem World Economic Forum in Davos im Januar 2015 "“Das Internet wird verschwinden.” ... [und dabei] ging es ihm darum auszudrücken, dass das Internet so selbstverständlich in unser aller Leben sein wird, dass die Grenzen zwischen unserem Online- und Offline-Dasein komplett verschwinden."
https://www.thinkwithgoogle.com/intl/de-de/article/es-gibt-keine-grenze-mehr-zwischen-offline-und-online-das-internet-ist-immer-da/, Stand 25.10.2017)

Ich denke dieses Verschwimmen nehmen wir alle auch schon immer mehr wahr.

Die ARD/ZDF-Onlinestudie 2017 hat festgestellt, dass "Die Deutschen sind öfter und mobiler online". Schauen wir in den Artikel der Heute-App am 11.10.2017 vertieft rein, dann steht dort: "Rund 50 Millionen Menschen in Deutschland (72 Prozent der ab 14-Jährigen) nutzen das Internet täglich. Das ist ein Zuwachs von elf Prozent im Vergleich zu 2016."
http://www.heute.de/laut-ardzdf-onlinstudie-sind-die-deutschen-haeufiger-und-mobiler-online-48109156.html, Stand 25.10.2017)

Immer online sein?


Ich selbst, als großer Online-Fan muss sagen, so ganz geheuer ist mir diese Entwicklung nicht. Denn gerne bin ich auch mal offline.
Darüber, und warum dies auch für E-Trainer wichtig ist, habe ich ja bereits in mehreren Artikel geschrieben:


Auf der SWR-Website war in einem Artikel bereits im September 2012 neben "... Manche sprechen sogar von digitaler Intelligenzsteigerung." war auch zu lesen, dass "Intensive Mediennutzung verändert Wahrnehmungsgewohnheiten, Konzentration, Erinnerungsvermögen, Lernfähigkeit und soziale Kompetenz."
(https://www.swr.de/odysso/wie-digitale-medien-unser-gehirn-veraendern/-/id=1046894/did=10170532/nid=1046894/1aglyyl/index.html, Stand 25.10.2017)

Offline Zeiten - warum? Darum!


Dass der bewusste Umgang mit den Medien gefördert werden sollte, ist kein neues Thema.

"„Medienkompetenz“ bedeutet mehr als zu wissen, welche Knöpfe man drücken muss." ist dazu auf der Site von Kindergesundheit-info.de zu lesen (https://www.kindergesundheit-info.de/themen/medien/mediennutzung/medienerziehung/, Stand 25.10.2017))

Mehr noch, Offline-Zeiten sind wichtig um "bewusst abzuschalten". "Digitales Fasten" nannte dies der Spiegel in seinem Artikel vom 04.04.2017. (http://www.spiegel.de/reise/deutschland/digitales-fasten-im-urlaub-einfach-mal-offline-sein-a-1141422.html, Stand 25.10.2017))



Diesem Gedankengang kann ich nur zustimmen.
Gerade dann wenn man meint keine Pause machen zu können, benötigt man ganz besonders eine, habe ich mal jemanden sagen hören.

Und diese Pause sollte dann auch abseits aller Medien stattfinden.

Dass dies im Alltag oft gar nicht mehr so einfach ist weiß ich - und trotzdem.

Mein Ansatz ist z.B., dass ich am Wochenende bewusst offline bin - ich beantworte und schreibe keine Mails. Überwiegend ist auch mein Smartphone komplett abgeschaltet.

Dies gilt umso mehr, wenn ich Urlaub habe. Der Autoresponder in meinen Mails und auf meinem AB sorgt dafür, dass alle wissen wann ich wieder da bin.

Und wissen Sie was?
Die Welt ist bisher nicht untergegangen, weil ich mal nicht erreichbar war!

Für manche stellt sich dieser Ausstieg nicht mehr so einfach dar, dann z.B. wenn es um Suchtverhalten geht. Ein paar Tipps, wie man sich selbst hier unterstützen kann finden Sie im Focus Artikel vom 24.08.2016 (http://www.focus.de/kultur/vermischtes/digital-detox-so-entspannen-sie-offline_id_5856814.html ,Stand 25.10.2017)

Und nach den Rezensionen lohnt es sich vielleicht auch mal in dieses Buch von Gisela Kaiser rein zu schauen "Digitale Süchte: Appst Du schon oder lebst Du noch?"

In diesem Sinne - gönnen Sie sich doch auch mal eine medienfreie Auszeit.

Herzliche Grüße
Anja Röck

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