Mittwoch, 4. April 2018

Wie entwerfe ich Webinare (Schritt 9-12) - Nähkästchengeplauder

In zwei Blogartikeln hier habe ich schon damit begonnen näher darauf einzugehen, wie ich Webinare entwerfe:
  • Schritt 1-4: zum Thema, Fokus, Rahmen & Webinarteilnehmer
  • Schritt 5-8 zur Technik, Inhalt-Stichwortrecherche, Agenda, Webinar-Erstentwurf
Nun sind die nächsten Schritte (Nr. 9-12) dran ...



Schritt 9: Überprüfung & der mögliche Rausschmiss - oder die Ergänzung


Füllen sich so langsam meine Folien und damit die Inhalte für das oder die Webinare... überlege ich dann noch an welchen Stellen Interaktionen sein sollen - müssen - gut wären, dann wird mir oft klar: Das ist zu viel Inhalt.



Nun habe ich z.B. folgende Möglichkeiten:
  • Ich spreche noch einmal mit dem Auftraggeber und passe die Lernziele an den vorgegebenen Rahmen an.
  • Der Rahmen wir erweitert.
  • Die Inhalte werden fokussiert, sprich die Tiefe wird angepasst.

Die Konsequenz ist dann leider auch manchmal, dass mir wichtige Apekte einfach keinen Platz im Rahmen finden.

Schritt 10: Agenda - Anpassung


Ist nun klar, was und wie tief an Thema - und wie dies eben auch im vorgegebenen Rahmen Platz finden wird, muss die Agenda angepasst werden.

Wichtige Punkte, die gerne bei der Agenda und einem Webinarablauf vergessen werden - aber dringend bedacht werden finden nun ihren Platz. Solche Punkte sind z.B.:
  • Das gemeinsame Ankommen der Teilnehmergruppe (und dies muss nicht unbedingt eine lange Vorstellungsrunde sein)
  • Regelmäßige Interaktionen
  • Platz für die eigenen Bedürfnisse der Teilnehmer zum Lernthema

Schritt 11: Überlegungen zur Interaktion 


Dieser Schritt findet mit dem Fokus auf meine Teilnehmer & die Zielsetzung statt - und tauscht auch manchmal seinen Platz  mit Schritt 10.

Oder ich führe die beiden Schritte mehrmals, im Wechsel durch - bis es dann eben passt.

Interaktion im virtuellen Raum bzw. Webinar ist sehr wichtig. Aus meiner Sicht verdient keine Veranstaltung, in welcher die Teilnehmer ausschließlich Hören & Zuschauen sollen und maximal über einen Textchat mit einbezogen werden, den Begriff Webinar.

Interaktion ist eben genau das - alle tun etwas! Wechselseitig! Zusammen, abwechselnd, gemeinsam, allein - situativ und themenbezogen.




Interaktion ermöglicht Themen zu erklären, zu erarbeiten, zu vertiefen, zu ergänzen ...
Aber eben nur dann, wenn nicht nur der "Vorturner" etwas sagen darf.
Insbesondere das Lernen von Erwachsenen (vgl. auch "Kriterien des erwachsenengemäßen Lernens" nach Prof. Dr. Rolf Arnold, TU Kaiserslautern) muss die Möglichkeit für einen Eingriff durch die Lernenden bieten.

Hier wird wieder wichtig, welche Tools die Teilnehmer nutzen können (Stichworte: Vorerfahrung, Möglichkeiten des virtuellen Raumes und Rahmenbedingungen z.B. Gruppengröße) und nutzen wollen (Stichwort: Vorlieben).

Schritt 12: Drehbuch


Dieser Schritt verlangt von mir die kritische Prüfung der Prüfung meines Webinarkonzeptes.
Passt es?



Die Folien werden also zusammen mit allen Regieanweisungen in einen Ablauf gepackt - und dann sehe ich ob es passt:
  • Wie sieht es mit dem Zeitrahmen aus?
  • Wie ist die Einbindung der Teilnehmer?
  • Kommen wir am Ende dort an, wo wir vonseiten der Zielformulierung her gestartet sind?
  • Gibt es einen Bruch? Fehlt eine Überleitung? 

* * * * * * *
Nun ist es fast geschafft - nur noch zwei Schritte fehlen.
Also setzen wir wiederum einen Strich-Punkt und hier in der nächsten Woche zum Endspurt an...

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche - genießen Sie die Sonne, wenn sie mal da ist!

Herzliche Grüße
Anja Röck

PS: Hier finden Sie die:

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