Mittwoch, 29. Mai 2019

An "schwierigen" Vorhaben dran bleiben (2)

Ein großes Zeitfenster - und vor lauter Zeit, fängt man nicht das eigentliche Thema an .... sondern macht erst dieses, dann jenes und auf einmal ist die "offene" Zeit um...

Kennen Sie das auch?

Dann passt dazu der zweite Tipp, der "Begrenze-die-Zeit-Trick"


Letzte Woche habe ich mich ja im Selbstversuch mit dem ersten Trick von Hans-GeorgWillmann - dem "Fang-an-bevor-du-anfängst" beschäftigt.

Schon spannend - denn auf einmal war der erste Artikel zum Thema fertig.

Und will ich es mal mit diesem Trick versuchen.

Theorie: Trick 2 - "Begrenze-die-Zeit-Trick"


In diesem erklärt der Autor Hans-Georg Willmann (managerSemiare, Heft 252, März 2019), "dass es leichter ist mit etwasanzufangen, wenn ich mir für die Erledigung ein konkretes, realistisches Zeitfenster definiere. Durch die Verknappung der Zeit wird diese zudem kostbar für mich, und ich bemühe mich ... sie gut zu nutzen."

Scheint, als würde es dieses Mal genau anders herum gehen? Ich teste das nun für diesen zweiten Artikel...

Praxis: Ich-habe-nur-20Minuten-Zeit




Mein erster gefühlter Eindruck ist: Stress!!!!

Kreativ kann ich nur sein, wenn ich entspannt bin.
[Und eigentlich will ich doch nur den Trick ausprobieren... weiß noch gar nicht genau was ich schreiben soll, kann, will - damit es dann nicht nur Geschwafel wird....]

Schaffe ich es in 20 Minuten den ganzen Artikel zu schreiben - oder mache ich mit diesem Perfektionsanspruch mir selbst gerade den Stress - und die Zeitvorgabe hat gar nichts damit zu tun?

Da fällt mir irgendwie gerade das Pareto-Prinzip ein... Kennen Sie das?

Die Theorie besagt, dass 80% der gewünschten Ergebnisse mit 20% des Gesamtaufwandes erreichbar sind.

Das würde ja bedeuten, dass ich, wenn ich mir 20 Minuten Zeit gebe, eigentlich nur 4 Minuten brauchen würde um einen Artikel zu schaffen...
Also das glaube ich nun nicht - in vier Minuten einen gehaltvollen Artikel zu schaffen erscheint mir  doch sehr oberflächlich.

Strategie & System scheint gefragt zu sein


Denn halt - mein Denkfehler ist, dass ich mir erstmal nur 20 Minuten Zeit geben wollte um diesen Selbsttest durchzuführen - mit diesem Trick, dass die Zeit begrenzt ist.

Ok - also gehen wir mal davon aus, dass ein guter Artikel (ca. 1,5 DIN A4 Seiten), bei einem Thema, dass ich bereits durchdacht habe, mit Bildersuche und Feinschliff ungefähr 60 Minuten benötigt.
Dann - ja das kann vielleicht eher sein .... sollte ich versuchen mir vorzunehmen das Ganze mal in 12 Minuten zu versuchen. Und eben dann zu sehen was dabei bis dahin raus gekommen ist.

Ich schmunzle gerade so ein bisschen ... denn vermutlich würde ich dann weniger Zeit in den Bildersuchmaschinen verbringen (da hat es aber auch immer so viele schöne Bilder)

Erwischt!😉😇

Ich vermute, dass ist das was der Autor meint mit "durch die Verknappung der Zeit wird diese zudem kostbar für mich, und ich bemühe mich ... sie gut zu nutzen."

Mein Resümee zu Trick 2:"Begrenze-die-Zeit-Trick"

  1. Analysiere genau was dir Stress bereitet, wenn du dir selbst nur ein bestimmtes Zeitbudget für eine Aufgabe gibt!
  2. Beobachte und erwische dich, wenn die Zeit knapp wird - woran lag es?!
  3. Strategie & Struktur sind wirksame Hilfsmittel - dazu gehört auch die Zeit-zu-verknappen.
  4. Ich sollte vielleicht einen Timer besorgen 😉.

Vertiefte Erkenntnis - ich lerne gerade nicht nur "Tricks fürs Umsetzen" - sondern dabei auch einiges über meine Gewohnheiten...

Probieren Sie es doch auch mal aus - es bleibt spannend...

Herzliche Grüße
Anja Röck

PS.: Ich hatte mir 20 Minuten Zeit gegeben - und habe nun in 35 Minuten dies hier schreiben, strukturier, gestalten können - und wichtiges zu meiner Arbeitsweise erfahren!😊


Quelle Bilder: Pixabay


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