Mittwoch, 26. Juni 2019

An "schwierigen" Vorhaben dran bleiben (3)

Wie kann ich mich mit meinem Belohnungssystem "verbünden"?

Was hilft mir mich zu motivieren?

Wie den "Automatismus der Eigen-Motivation" überhaupt in Gang setzen?

Seit ein paar Wochen beschäftigte ich mich ja bereits mit den "Tipps fürs Anfangen" von Hans-Georg Willmann (managerSemiare, Heft 252, März 2019).

- Tipp 1 war "Fang-an-bevor-du-anfängst-Trick"
- Tipp 2 der "Begrenze-die-Zeit-Trick"

Heute soll es nun darum gehen Gewohnheit im Tun mit Belohnung hinzubekommen...

Theorie: Trick 3 - "Der Belohnungs-Trick"


Hier erklärt Willmann, dass "es ihm nur eine gewisse Zeit lang schwerfällt eine bestimmte Aufgabe zu erledigen - nur so lange, bis diese zur Routine geworden ist."

Da Routine nach meiner eigenen Erfahrung dauuuuuert.... überlege ich nun ....

Praxis: Routine-Routine-Routine


Zunächst mal ... das mit der Belohnung ist nach meiner Erfahrung davon abhängig, wie gerne ich die Belohnung haben möchte - und/oder wie besonders die Belohnung für mich ist.

Und dies - im Vergleich zum Aufwand für die durchzuführende Arbeit.

Ein Beispiel - mein Hund möchte gerne jeden Tag seinen ausgedehnten Spaziergang.
Ist das Wetter einigermaßen fällt mir das meist nicht so sehr schwer. Ist es dagegen grenzwertig (z.B. sehr kalt oder sehr nass ;-)) - dann wird es schon schwieriger.

Trotz aller Routine - immerhin gehen wir schon seit Jahren miteinander spazieren, ist es doch immer mal wieder - und auch über längere Phasen hinweg, jeden Tag eine Herausforderung dann loszulaufen.

Da hilft es mir persönlich auch leider nicht, mir für "danach" eine Belohnung zu versprechen...

Meine Buchhaltung soll mein zweites Beispiel sein.
Ich mache diese selbst - und weiß genau, wenn Buchungen anstehen und diese über Tage oder gar Wochen nur auf einem "Haufen" liegen - dann wird es seeeehr anstrengend.




Das habe ich im Verlauf meiner über 15jährigen selbstständigen Tätigkeit ausgiebig ausprobiert ;-)

Daher habe ich hier nun für mich folgenden Ablauf entwickelt: An dem Tag, wo eine Rechnung geschrieben wird, oder eine Rechnung reinkommt - wird diese sofort gebucht.

Hier klappt das allermeistens wirklich gut.

Wenn ich es so betrachte, dann scheint es bei mir "anders herum" zu sein. Routine hilft mir, platt gesagt beim "Zähneputzen".

Bei anderen Tätigkeiten, z.B. meinen Schreibtisch aufzuräumen, muss es bei mir eher darum gehen, dass ich die negativen Auswirkungen nicht haben möchte.
Dann klappt es mit dem "dran gehen" und auch dem "dran bleiben".

Andererseits - wenn mich Aufgaben fesseln, herausfordern, mir Spaß machen, z.B. neue Webinarinhalte zu entwickeln - dann klappt es von allein ... Aber klar, dann brauche ich auch keinen Trick fürs Umsetzen...

Bleibt noch die Frage, wie schlimm es kommen muss, damit ich bestimmte Aufgaben angehe...

Das scheint, jedenfalls bei mir, von der einzelnen Aufgabe und den zu erwartenden "negativen Folgen" abhängig zu sein.
Beispielsweise wird angekündigter Besuch in meinem Büro ganz sicher dafür sorgen, dass mein Schreibtisch dann topp ist.

Ich überlege gerade, ... ob ich nicht gegebenenfalls eine andere Art der Priorisierung habe ... muss mein Schreibtisch aufgeräumt sein? Wann? Warum dann?

Wann muss meine Buchhaltung auf Stand sein? Warum dann?

Mein Resümee zu Trick 3:"Der Belohnungs-Trick"


Ich stelle fest, dass ich nicht nur Aufgaben, sondern auch mögliche Auswirkungen-bei-nicht-Erledigung priorisiere.

Sprich, wenn die zu erwartenden "negativen" Folgen im Vergleich zum Aufwand der Erledigung zu hoch sind, dann werden diese Aufgaben eher und - früher - bearbeitet.

Der "Cappuccino im Lieblingscafé", wie Hand-Georg Willhelm vorschlägt, hilft mir also gegebenenfalls bei einer "privaten" Aufgabe, wie z.B. der Entscheidung mit meinem Hund eine Runde zu laufen.

Andere Entscheidungen arbeite ich augenscheinlich eher nach "Eisenhower": wichtig, aber nicht dringlich; wichtig & dringlich; weder wichtig noch dringlich; nicht wichtig, aber dringlich ab.

Ich denke, genau dies haben mich die bisherigen Jahre der Selbstständigkeit gelehrt...

In diesem Sinne - eine gute Woche, mit guten Entscheidungen, was wirklich wichtig ist.

Und suchen Sie sich, wenn möglich, ein kühles Eckchen...

Herzliche Grüße
Anja Röck


Quelle Bilder: Pixabay

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